Die Zukunft des Knonaueramts – ländlich, eine Utopie?
MAS-Raumplanung ETHZ
Bettina Weber, 2009
Mit dem Uetlibergtunnel und der Eröffnung der A4 wird das nahe an Zürich liegende, aber bisher durch die Albiskette abgeschirmte und daher stark ländlich geprägte Knonaueramt besser erreichbar. Ziel der Arbeit war es festzustellen, ob diese Region ihren „ländlichen Charakter“ auch mit der verbesserten Erreichbarkeit und ihrer Lage zwischen den Wirtschaftsräumen Zürich und Zug in Zukunft bewahren kann. Die Analyse hat gezeigt, dass sich das Knonaueramt als sehr heterogener Raum präsentiert und entlang der Hauptachse bereits heute städtisch geprägt ist. Gleichzeitig existieren jedoch auch Gemeinden, deren Dorfcharakter noch sehr ländlich geprägt ist und die bisher von der regen Bautätigkeit verschont blieben. Die Raumplanung auf kantonaler und kommunaler Ebene kann einen wichtigen Beitrag leisten, um das Siedlungsgebiet zu begrenzen und verhindern, dass die heute bestehenden Bauzonenreserven erweitert werden. Allerdings braucht es dazu den Willen der Politiker und des Souveräns, die einem allfällig anhaltenden Druck auf weitere Einzonungen Widerstand leisten müssen. Nur dann besteht eine Chance, dass Teile des Knonaueramts auch in Zukunft ländlich geprägt bleiben.
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