Potenziale zwischen Natur und Beton
Lage von Siedlungsrändern sowie Funktion und Gestaltung von Übergangsbereichen
Abschlussarbeit MAS in Raumplanung ETH Zürich
Hansjakob Wettstein, 2007
Lage ist für die Raumplanung in Bezug auf das Orts- und Landschaftsbild sowie den Umgang mit der nicht vermehrbaren Ressource Boden von grosser Bedeutung. Übergangsbereiche sind in drei Dimensionen wahrnehmbare Räume, welche die nutzungsmässige und ökologische Vernetzung zwischen der offenen Landschaft und dem bebauten Raum sicherstellen. Diese Arbeit zeigt die verschiedenen Bedeutungen und Potenziale der Übergänge zwischen Natur und Beton auf und leitet daraus Kriterien für die qualitative Beurteilung von Übergangsbereichen ab. Mit einem Werkzeugkasten werden verschiedene Umsetzungsmöglichkeiten an die Hand gegeben, welche die Siedlungsränder an einem begründeten Ort langfristig festlegen und die qualitative Aufwertung von Übergangsbereichen bezwecken. Wiederholt erweist sich die Abgeltung von Planungsvorteilen als zentrales Instrument für die aktive Beeinflussung von Siedlungsrändern und Übergangsbereichen. Der daraus für das Gemeinwesen entstehende finanzielle Handlungsspielraum kann die Planung trotz Eigentumsgarantie und unterschiedlicher Interessen in Gang bringen. Hierfür muss jedoch in das Bewusstsein von kommunalen Entscheidungsträgern rücken, dass Siedlungswachstum nicht à tout prix zu fördern ist und intakte Übergangsbereiche die Lebensqualität fördern.
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