Harmonisierung des Baurechts und der Raumplanung

Harmonisierung der Baubegriffe
Die Interkantonale Vereinbarung über die Harmonisierung der Baubegriffe IVHB will dem heutigen Regelungswirrwarr im Baubereich ein Ende setzen und einer Bundesregelung, die von Parlamentarierinnen und Parlamentariern aus unterschiedlichen Parteien gefordert wird, zuvorkommen. Rund 30 Baubegriffe und Messweisen werden im Konkordat einheitlich umschrieben, vom massgebenden Terrain über die Bezeichnung von Gebäuden und  Gebäudeteilen sowie Längen- und Höhenbegriffen bis zu Abständen und Nutzungsziffern. Es geht dabei lediglich um eine formelle Harmonisierung. Kantone und Gemeinden übernehmen die Begriffe und Messweisen, die eigentlichen Masse und Grössenordnungen, zum Beispiel die Frage wie hoch ein Haus effektiv gebaut wird, bestimmen sie auch künftig selber. Detaillierte Informationen zur IVHB finden Sie auf der Website der Bau-, Planungs- und Umweltdirektorenkonferenz BPUK.

 

Normen für die Raumplanung
In Form von SIA-Normen werden das Baurecht und die Raumplanung über die IVHB hinaus vereinheitlicht. Bisher erschienen sind die SIA-Normen 421 «Raumplanung – Nutzungsziffern», 422 «Bauzonenkapazität », 423 «Gebäudedimensionen und Abstände», wobei die Normen 421 und 423 teilweise auch Bestandteil der IVHB sind. In Bearbeitung sind die Normen 424 «Rahmennutzungspläne», 425 «Kommunale Erschliessungsplanung» und 426 «Sondernutzungsplan».