Harmonisierung des Baurechts und der Raumplanung

Die Interkantonale Vereinbarung über die Harmonisierung der Baubegriffe (IVHB) hat zum Ziel, die wichtigsten Baubegriffe schweizweit zu vereinheitlichen, um so die Planung zu erleichtern. Viele Kantone haben sich der Vereinbarung bereits angeschlossen und sie in Kraft gesetzt.

Darum braucht es eine IVHB

Das Baurecht ist in der Schweiz kantonal geregelt. Das führt heute dazu, dass unter einem Grenzabstand, der Gebäudehöhe oder Nutzungsziffern nicht überall das Gleiche verstanden wird. Die Bedeutung und die Messweisen unterschieden sich zwischen den Kantonen und zum Teil sogar den Gemeinden. Mit dieser Vielfalt sind hohe volkswirtschaftliche Kosten verbunden. Aus Sicht der Bau-, Planungs- und Umweltdirektorenkonferenz BPUK und der VLP-ASPAN ist die IVHB daher eine gute Lösung. Die Vereinbarung vereinheitlicht 30 formelle Baubegriffe.

Die IVHB wird dem heutigen Regelungswirrwarr im Baubereich ein Ende setzen. Sie will zugleich einer Bundesregelung, die von Parlamentarierinnen und Parlamentariern aus unterschiedlichen Parteien gefordert wird, zuvorkommen.

Harmonisierung der Baubegriffe

Rund 30 Baubegriffe und Messweisen werden im Konkordat einheitlich umschrieben: Vom massgebenden Terrain über die Bezeichnung von Gebäuden, Gebäudeteilen sowie Längen- und Höhenbegriffen bis hin zu Abständen und Nutzungsziffern. Es geht dabei nur um eine formelle Harmonisierung: Kantone und Gemeinden übernehmen die Begriffe und Messweisen, aber die eigentlichen Masse und Grössenordnungen, zum Beispiel die Frage, wie hoch ein Haus effektiv gebaut wird, bestimmen die Kantone auch künftig selber.

Detaillierte Informationen zur IVHB finden Sie auf der Website der Bau-, Planungs- und Umweltdirektorenkonferenz BPUK