Neue Software verknüpft Planung mit sozio-ökonomischen Daten

Freitag, 25. Oktober 2013

Eine neue Software ermöglicht es Städten und Gemeinden erstmals, ihre Einwohner- und Gebäuderegister mit sozio-ökonomischen Daten zu verknüpfen. Dadurch könnten Raumplanung und Gemeindeentwicklung besser koordiniert werden. Die Entwicklung der Software «modularCity» wurde vom Bund unterstützt. Sie könnte vor allem für Areal- und Stadtentwickler nützlich sein.

Die beiden Firmen, die  «modularCity» entwickelt haben, preisen die Software als Werkzeug für ein «integriertes, sozio-ökonomisches 3D Stadtmodell» an. Indem verschiedene Datenbanken einer Gemeinde verlinkt würden – Einwohnerregister, Steuerregister, Gebäudedaten, Grundbuch- und Vermessungsdaten, etc. – entstehe ein ganzheitliches Bild der Gemeinde. In dieses Gesamtbild können auch Daten aus Online-Umfragen bei der Bevölkerung einfliessen, wodurch subjektive Wahrnehmungen von Orten im 3D-Modell abgebildet werden können. So ist eine Visualisierung einer Gemeinde oder eines Areals möglich, die auch gesellschaftliche und wirtschaftliche Aspekte berücksichtigt.

Beispielsweise kann eine Stadt ihre aktuelle Situation ihrem Leitbild gegenüberstellen und in einem dreidimensionalen Modell darstellen lassen. Auch Szenarien könnten am Computer simuliert werden. Die Entwickler haben ausserdem versucht, die Software so einfach zu gestalten, dass sowohl Fachleute aus unterschiedlichen Disziplinen wie auch Gemeindevertretende sie benutzen können.

Die eidgenössische Kommission für Technologie und Innovation KTI begleitete die Entwicklung von «modularCity. Beteiligt waren auch Fachhochschulen (FHNW Soziale Arbeit, FHNW Vermessung und Geoinformation, ZHAW Geoinformatik). Die Stadt Langenthal diente als Fallstudie.

Weitere Informationen und der Projektbeschrieb finden sich auf der Firmen-Webpage.