Aktuell

23.06.2017

Wie gross ist das Potenzial zur Verdichtung in der Schweiz? Was sind die Hindernisse? Diese Fragen hatte der Bund aufgrund eines Postulats in einem Bericht zu beantworten. Er kommt zum Schluss, dass die verfügbaren «inneren» Nutzungsreserven ausreichen, um nochmals ein bedeutendes Bevölkerungswachstum aufzufangen – ganz ohne neue Bauzonen. Die Mindestausnützungsziffer erscheint ihm ein vielversprechendes Instrument, das «Impulsprogramm Innenentwicklung» ein gutes Fördermittel.

19.06.2017

Das bernjurassische Städtchen Moutier will dem Kanton Jura beitreten. Die Stimmberechtigen von Moutier befürworteten am 18. Juni den Kantonswechsel mit knappen 51,7 Prozent Ja-Stimmen. Die Stimmbeteiligung betrug hohe 88 Prozent. Bis der Wechsel vollzogen ist, wird es aber noch Jahre dauern.

19.06.2017

Im Kanton Luzern hat ein überparteiliches Komitee zwei Initiativen lanciert, die einen besseren Schutz des Kulturlandes im Kanton bezwecken. Mit einer Verfassungsinitiative soll erreicht werden, dass der Schutz der Kulturlandschaft in der Luzerner Verfassung verankert wird. Mit einer ergänzenden Gesetzesinitiative soll für einen besseren Vollzug gesorgt werden, speziell ausserhalb der Bauzonen. Bis im Mai 2018 werden nun Unterschriften gesammelt.

15.06.2017

Bundesrat Ueli Maurer hat sich an einem Networking-Anlass in Bern skeptisch zur Verdichtung geäussert: Sie sei nötig, aber nicht so seine Sache. Viele Leute könnten sich nicht vorstellen, im 12. Stock eines Hochhauses in Olten zu leben. Was für Maurer undenkbar ist, hat jedoch für viele andere durchaus seinen Reiz: Das urbane Wohnen ist im Trend, wie Immobilienvertreter erklärten. Und die Verdichtung mit Hochhäusern gleichzusetzen, sei sowieso ein Missverständnis.

15.06.2017

Der «Runde Tisch Baukultur Schweiz» hat diesen Frühling das Positionspapier «Baukultur als Kulturdisziplin. Erwartungen an die Bundesstrategie Baukultur» verabschiedet. Der Runde Tisch fordert, die Forschung zu stärken, die baukulturelle Vermittlung und nationale Baukulturpreise zu fördern. Neben der VLP-ASPAN tragen 14 weitere Institutionen aus Planung, Bau, Kultur, Hochschulen sowie Heimatschutz und Denkmalpflege das Positionspapier mit.

13.06.2017

Im Schweizer Boden verlaufen unzählige Leitungen für Wasser, Abwasser, Gas, Fernwärme, Elektrizität und Kommunikation. Wo diese überall liegen, ist längst nicht allen relevanten Akteuren bekannt. Der Bund lässt deshalb prüfen, ob ein nationaler «Leitungskataster» sinnvoll wäre. Eine erste Machbarkeitsstudie hat gezeigt, dass ein homogener, schweizweiter Kataster machbar ist und auch einem Bedürfnis entspricht.

09.06.2017

Die Landwirtschaftszone sollte laut geltendem Gesetz von Überbauungen weitgehend freigehalten werden. Die Realität ist anders. Die Umweltorganisation Pro Natura spricht von einem regelrechten «Bauboom». Ausserhalb der Bauzonen ist die Siedlungsfläche zwischen 1985 und 2009 um die gesamte Fläche der Städte Zürich, Genf, Basel und Bern gewachsen. Dies ergab eine Analyse von Pro Natura auf Basis von Zahlen des Bundesamts für Raumentwicklung ARE.

09.06.2017

In der Schweiz sind praktisch keine Gegenden mehr zu finden, die von menschlichen Eingriffen völlig unberührt sind. Selbst die Hochalpen werden mit Infrastrukturen ausgestattet. Besonders krass ist der Wandel der Landschaft im Mittelland. Der Wirtschaftsaufschwung in den 1950er Jahren, das stete Siedlungswachstum und ein immer dichteres Strassennetz formten die Landschaft um. Das schlägt sich auch auf unsere Wahrnehmung nieder, wie ein Monitoring des Bundes zeigt.

09.06.2017

Verdichtung in Einfamilienhaus-Quartieren ist schwierig, weil Eigentümer und Nachbarn zuerst von solchen Projekten überzeugt werden müssen. In Villars-sur-Glâne FR hat ein Pilotprojekt ermutigende Resultate gebracht. Mit persönlichen Beratungen wurde 15 Haushalten das Weiterbaupotenzial ihrer Häuser aufgezeigt. Ein halbes Jahr danach haben 7 Einfamilienhausbesitzer konkrete Bauabsichten und 6 davon bereits Fachpersonen (Architekten, Notare, etc.) kontaktiert.

08.06.2017

Die Schweiz will das Pariser Klimaabkommen umsetzen. Nach dem Nationalrat hat sich auch der Ständerat dafür ausgesprochen, das Abkommen zu ratifizieren. Dadurch verpflichtet sich die Schweiz, ihren Ausstoss von Treibhausgasen bis ins Jahr 2030 gegenüber 1990 zu halbieren. Heftig kritisiert wurde US-Präsident Donald Trump für seinen Entscheid, aus dem Pariser Abkommen auszusteigen.